Oct
07
2008

Demo Reviews zu Brothers in Arms, Eternal Sonata & Bioshock

Da es nicht alle Tage vorkommt, dass gleich 3 interessante Demos in einer Woche im Playstation Store veröffentlicht werden, widmen wir uns den Spiele mal ein wenig hier.

Ausdrucksstark wie Steve Segal

Brothers in Arms: Hell’s Highway

Der dritte Teil des taktisch geprägten 2. Weltkriegs-Shooters ist meines Wissens nach sogar schon erschienen. Als ich die ersten Screenshots zu dem Spiel gesehen habe, hab ich nur gedacht “Wow, die Gesichter der Spielfiguren sind richtig gut umgesetzt.”. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Grafikfetischst, aber da das Spiel ja eine durchaus dramatisch-emotionale Story erzählen will, sind gerade Gesichter, meiner Meinung nach, besonders wichtig. Und ja hier hat sich jemand Mühe gegeben zumindest bei der Gestaltung der Geischter, keine Ahnung ob für die Animation dann kein Geld mehr da gewesen ist. Denn ich muss sagen, ich habe in meinem Leben schon Schaufensterpuppen gesehen, die vielfältigere Gesichtsausdrücke draufhaben.

Und wie ist das Spiel ? Da ich nicht jeden im 2. Weltkrieg angesiedelten First-Person-Shooter mitgenommen habe, bin ich immer noch der Meinung, dass auf Nazis zu ballern einfach untoppbar ist. Aber anstatt nur druffballern zu müssen, muss man noch seinen Trupp befehligen. Also die Typen hinter eine gute Deckung schicken und während die dann die Feinde ablenken, die sich schlauerweise auch hinter einer Deckung verschanzt haben, schleicht man sich seitlich an den Feind an. Dabei stellt sich ein seltsames Gefühl von Genugtuung breit, weil man sich viel schaluer als seine Gegner vorkommt, die nicht auf die Idee gekommen sind. Aber anders als bei den beiden vorherigen Teilen der Reihe ist es spielerisch nicht unbedingt, nur eben in besserer Grafik.

Eternal Sonata

Die Story des Spiels ist, und korrigiert mich wenn ich da flasch liege, folgende: Der Komponist Frédéric Chopin liegt auf dem Sterbebett und die Handlung des Spiels sind quasi seine Fieberphantasien. Natürlich träumt er von einer Gruppe jünglicher Helden mit Hang zu extravaganten Kleidung und Namen wie Allegretto, Salsa oder Polka, die gegen Kürbismonster kämpfen müssen, wovon sollte er auch sonst fieberträumen ?

Das ist alles ganz schön umgesetzt, vorausgesetzt natürlich man kann mit diesem Mangakrams zumindest ansatzweise was anfangen. Die Landschaften leuchten schön grünidyllisch, wie man sich wohl in Japan das idyllische Europa vorstellt. Aber eine Sache verstehe ich nicht, ich hab mich daran gewöhnt, dass in japanischen Rollenspielen immer nur eine Figur rumrennt, wenn es dann aber zum Kampf kommt, plötzlich der Rest der Truppe aus dem nichts erscheint. Aber warum muss die Spielfigur anfangen zu blinken sobald man einen Kampf gegen die Kürbismonster geschafft hat (ich denke mal, dass im kompletten Spiel auch noch andere Viecher warten. Zucchinis vielleicht ?). Da geben sich die Leute Mühe, damit das ganze Spiel wie ein kitschiger Zeichntrickfilm aussieht und dann sowas. Versteh ich nicht.

Ansonsten ist hier alles ziemlich wie man es von japanischen Rollenspielen kennt. Die Kämpfe werden zwar in Runden aufgeteilt, aber wenn man dann am Zug ist muss man ganz viel selbst machen. Ein wenig zuviel wie ich finde, mir gefiel es besser in älteren Spielen einfach sagen zu müssen, was gemacht werden soll (Angreifen, dieses Objekt benutzen, etc). Jetzt muss man erstmal selber zum Gegner laufen, wenn man da ist ganz oft, bevor die Rundenzeit abgelaufen ist, auf Angreifen drücken und so weiter. Das artet etwas zu sehr in Arbeit aus, aber sonst eigentlich ein ganz nettes Spiel.

Bioshock

Ich muss zugeben, dass ich Bioshock bisher nur einaml ganz kurz hab anspielen können. Und auf einem dermassen kleinen Fernseher, dass es dem Spiel nicht wirklich gerecht wurde.

Das ganze spielt in den 60er Jahren in einem Stadtstaat namens Rapture mitten im Atlantischen Ozean. Doch die geplante Utopie in der Wissenschaft, Kunst und Industrie sich frei entfalten sollten ist an anfangs noch nicht bekannten Gründen gescheitert. Die Tauchfahrt zur Unterwasserstadt Rapture zu Beginn des Spiels hat mich irgendwie ein wenig an die Stadtaufnahmen von Metroplois erinnert.

Und das Spiel sieht wirklich chic aus. Ich hab mich schon ein wenig gestört gefühlt, dass ich ständig von irgendwelchen verwirrten Figuren angegriffen wurde und nicht einfach ungestört durch die schön gestalteten Art Déco Interieurs flanieren konnte.

Es ist wirklcih schade, dass so wenig Spiele in das etablieren einer interssanten Atmosphäre investieren und lieber auf die üblichen tradierten klassischen Backdrops aus Fantasy und Science-Fiction zurückgreifen. Bioshock macht da auf jeden Fall einiges richtig. Anhand von Tagebuchaufzeichnungen und Tondokumente die man im Verlauf des Spiels findet, lässt sich nach und nach das Schicksal von Rapture verfolgen. Wenn man aber lieber einfach nur auf die verbliebenen, mittlerweile dem Wahnisnn verfallenen, Bewohner ballern will, kann auch nur das tun und den restlichen Kram links liegen lassen.

Written by Christian in: Story | Tags: , , , , , , ,

2 Comments »

  • meikl

    Kaum ist man mal ein paar Tage in den Ferien, schon hebt eure Seite voll ab. Also: herzlichen Glückwunsch und guten Start!

    Bioshock Demo ist echt beeindruckend, konnte es, obwohl im Hintergrund Wipeout HD auf mich wartete, gar nicht abschalten. Wunderbare Atmosphäre und der Metropolis Vergleich ist sehr treffend.

    Will mehr wissen über LBP beta – die Feuer und Giraffen Story is really cute – und erschwert das Warten.

    Ach ja, als grosser Bruder darf ich sicher darauf hinweisen: mehrere kleine Typos und Buchstabendreher in deinem Text – pfui!

    Comment | 10.08.08
  • Christian

    mit den typos ist doof, ich weiss, ich hatte auch im ersten Post anfangs nen fetten fehler drin. hab mir doch ein schlechtes datum zum start gewählt, hab nämlich die ganze woche frühschicht, vorher nen langes wochenende ohne grossartig möglichkeit zum erholen gehabt (immer dieser freizeit-stress).

    Comment | 10.08.08

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