Demo Donnerstag: Tom Clancy’s End War
Tom Clancy’s End War
Ach ja, der Herr Clancy… Wie viele Bücher hat er schon rausgebracht, ach, wer zählt da schon mit. Ähnlich inflationär geht es mit Videospiel-Franchises in seinem Namen zu. Bisher hauptsächlich umtriebig im taktischen First-Person-Shooter Gefilden, zeichnet sich am Horizont mit HAWX ein Actionflugsimulator ab und jetzt kürzlich erschienen Echtzeitstrategie mit Ende War.
Was zunächst einmal positiv anzumerken ist, dass anstatt auf altbekannte Command & Conquer-Mechanik zu vertrauen, gibt es hier tatsächlich mal Innovationen und zwar bei Befehligen der Truppen.
Den anstatt seinen Einheiten per Point&Click den Marschbefehl zu erteilen, kann man das auch über sprachliche Befehle erledigen. Das funktioniert in etwa wie ein Funkgerät, man drückt auf eine der Schultertasten seines Controllers und erteilt ins Headset (ich hab ihn diversen Foren gesehen, dass einige Leute unerschrocken mit den Singstar Mikrofonen in die Schlacht gezogen sind).
Die Sätze haben dann in etwa das Niveau eines Anfängersprachkurses für Feldmarschalle: „Einheit 3, attackiere, Feind, 2 !“
Nach einer kurzen Eingewöhnung hat das eigentlich auch alles ganz gut geklappt, mit einer deutschen Version würde es wahrscheinlich noch besser klappen, denn scheinbar hinderte mein deutscher Akzent das Spiel daran meine Befehle immer auf Anhieb zu verstehen. Und wem mal auf Anhieb kein griffiger Befehl einfällt, dem wird geholfen, denn sobald man die Spracheingabetaste gedrückt hält, werden die möglichen Befehle in einer Baumstruktur angezeigt.
Wie gesagt, das klappt alles ganz gut mit der Spracherkennung und sobald man seine ersten Hemmungen abgelegt hat (ich kam mir schon etwas doof vor dabei) kann es auch richtig losgehen. Leider ist der Rest des Spiels eher etwas unübersichtlich und auch gar nicht so spannend. Was bei solchen Taktikspielen ja unheimlich wichtig ist, ist die Übersichtskarte. Diese ist leider viel zu klein und ungenau um überhaupt irgendeine Hilfe zu sein. Das könnte man vielleicht noch verzeihen, hätte man wenigstens die Möglichkeit die Kameraeinstellung auf eine Vogelperspektive schalten könnte. Aber auch das ist leider nicht möglich, die meiste Zeit verharrt die Kamera schräg hinter der ausgewählten Einheit. Das alles hilft nicht gerade dabei das Geschehen im Überblick zu behalten.
Taktikfanatiker und Leute die kein Problem damit haben ihrem Fernseher Befehle zuerteilen sollten sich das Spiel aber zumindest mal anschauen.
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