Feb
15
2009
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Heute KEEP, morgen UNESCO-Welterbe

Viel wird ja immer über die Europäische Union gelästert. Zu viel Geld soll da angeblich für zu unwichtige Dinge verschleudert werden. Gerne wird in diesem Zusammenhang immer wieder die Europäische Bananenverordnung genannt.
Ich will jetzt hier mal eine Lanze für die Europäische Union brechen. Da wurde zum Beispiel am Mittwoch eine Pressemitteilung über eine Studie über Videospiele rausgebracht. Ergebnis der Studie war unter anderem, dass Spiele durchaus einen positiven Effekt haben können und dargestellte Gewalt Kinder und Jugendliche nicht sofort in blütrünstige Tötungsmaschinen verwandelt (Quelle: Gamesdienst).
Aber es kommt noch besser. Anfang Februar hat das 4 Millionen Euro schwere Projekt “Keeping Emulation Environments Portable” (kurz: KEEP) begonnen. Ziel ist es in den nächsten 36 Monaten soll der “first general purpose emulator” entwickelt werden. Also eine Software-Plattform die nach Möglichkeit jegliches Spiel werkgetreu emulieren kann. Darüber hinaus soll das Programm auch zukunftssicher programmiert werden, dass es auch auf zukünftige Computersysteme portiert werden kann.
David Anderson, der an der Universität von Portsmouth an dem KEEP Projekt arbeitet, bezeichnet den möglichen Verlust von Computer- und Videospielen als eine “kulturelle Katastrophe” gegen die es anzuarbeiten ist (Quelle:New Scientist).
An dem Projekt beteiligen sich unter anderem die Deutsche Nationalbibliothek und die Königliche Bibliothek der Niederlande.

Schön zu sehen, dass die EU Videospiele, wie Film und Literatur, als ein schützenswertes kulturelles Erbe ansieht.

[via Kotaku]

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